Technology is our friend: November 2013
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November 27, 2013

Märkte sind Konversationen

So lautet die erste von 95 Thesen in (immer noch:) einem der besten Bücher zur Digitalisierung der Welt überhaupt, dem Cluetrain Manifest.
Das Buch erschien 1999, lange vor Facebook, Youtube, Twitter und allem, was wir Web 2.0 nannten und heute als "das Internet" bezeichnen. Die Vorstellung, das Intranet und Internet irgendwann verschmelzen, Firmen transparent werden und ihre Mitarbeiter in hoher Frequenz direkt mit Kunden kommunizieren, war nicht wirklich abwegig - aber erstens trieb sie den Managern den Angstschweiß auf die Stirn und zweitens waren damals Web-Plattformen weit davon entfernt, von 1,2 Milliarden monthly active usern zu sprechen, wie Facebook es heute tut - und davon fast 900 Millionen über mobile Devices waren damals, zugegeben, nichts anderes als eine grobe Vision irgendwo am Horizont. Es war ein leichtes, diese Vision als irrelevant vom Meetingtisch zu fegen.
Fast Forward zu heute: Der einzelne Kunde eines Wettbewerbers ist schon wichtig genug, um vom CEO persönlich eingeladen zu werden, zu wechseln. T-Mobile USA und AT&T haben sich in den USA einen schönen Twitter-Streit geliefert, im Dialog mit einem einzelnen Kunden, der (wie ich übrigens auch!) gerne eine internationale Roaming-Flatrate hätte. Schaut her:
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November 25, 2013

Kevin Spacey's Great Speech on TV future

Yes, this is old - but it only has 65000 views on YouTube yet, so I think it is worth sharing. And yes, there are 5 min highlight clips of it on YouTube. But if you are interested in the future of media, especially of TV, and if you have suffered through many boring conference talks, you might want to take the next 45 minutes to enjoy Kevin Spacey. Not only is the speech remarkable in its degree of insights and thoughtfulness, it is also highly entertaining and proves that this guy is what every conference speaker should be: a great storyteller.

- if for some bizarre reason your device does not show the embedded video, this is the link: http://youtu.be/oheDqofa5NM.
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November 19, 2013

Ein weiterer Social Networks Friedhof

Social Networks werden ja immer an der Anzahl ihrer User bewertet - solange sie keinen Börsengang (Twitter und Facebook) hinter sich oder Gewinn ausgewiesen haben (Facebook). Da dieses Netzwerkgeschäfte sind, also die "Masse der Nutzung" die eigentliche Qualität und den Wert ausmachen, man also keine wahre Customer Equity ("Masse der Nutzer"), sondern eine Usage Equity hat, geht es genau so schnell wieder runter, wie es hochging - wenn man aus irgendwelchen Gründen das Rennen verliert. Das war bei MySpace der Fall, und ist aktuell bei wer-kennt-wen und StudiVZ so: Die fälschlicherweise angenommene Customer Equity wird zum einzig verbliebenen Wert und dann nach allen Regeln der Kunst ausgeschlachtet - da keiner mehr auf die Seiten geht, beschränkt sich diese Kunst dann auf Emails ... und wenn es nur noch um den allerletzten Dollar geht, ist es auch egal, was man da in den Emails bewirbt. Ich jedenfalls frage mich, was diese Dame studiert. Und wo. Nur mit einem C-Date Account werde ich es herausfinden....

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November 14, 2013

Why identity management will be one key to success in digital

I have always been a big advocate of websites that find reasons for me to register and use them in a logged-in status. If amazon can achieve that - even by using a long term auto-login and at many times simply assuming that it's me - than virtually anyone can do that, too. When I am not logged in, amazon does everything possible to make me identify myself, and when I am logged in, they try to tell me everywhere that my experience is much better now.
This makes sense in so many ways: By identifying the individual user, a visit or a click is not only a click anymore, but becomes part of my very personal user behaviour profile which can be turned into service for me and profit for amazon. In a multi-screen world, with the mobile shift at its start (I wrote about this more than a year ago) and so much more to come, this even makes a lot more sense. ID-management will not only be a "nice to have feature" or "relevant only to those who seriously do CRM" (what I often hear when I pitch this stuff to clients), but it will be a crucial element in your ability to even deliver a somewhat satisfying digital experience in future.

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Nachtrag zu Twitter


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Im Beitrag "Sorry Twitter", etwas weiter unten, habe ich beschrieben, warum ich Schwierigkeiten habe, einen Marketingnutzen in Twitter zu sehen - wenn ich Firmen berate, und sie mich fragen, was sie und wie sie es auf Twitter tun sollen, verlasse ich den Bereich Marketing recht schnell - Traffic schieben, Sales schubsen, Massen erreichen ist da halt nicht so leicht wie bei anderen Maßnahmen. Nach ein paar lustigen Mails als Reaktion habe ich festgestellt, dass ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt habe:

Zum einen sehe ich a) viele andere sinnvolle Anwendungsszenarien (je nach Company) und b) weiss ich gar nicht, ob Twitter eine Marketingmaschine werden soll oder muss wie Facebook eine ist. Die einen sagen, die Realtime/TV Komponente wird ein Werbungs-Treiber (aber so, wie Facebook das derzeit attackiert, bin ich mir da nicht sicher), andere sagen, dass Twitter auch hervorragend als Datenbroker dienen könnte - Echtzeit-Daten mit einer ernstzunehmenden Grundgesamtheit, Genauigkeit und Glaubwürdigkeit. Mein Business ist allerdings weniger das, mir über Twitters Zukunft und Product Roadmap den Kopf zu zerbrechen, als darüber, wie man als Unternehmen Twitter für seine Zwecke nutzen kann. Ich bin mir ganz sicher, da kommen noch viele spannende Dinge. Nur halt nicht unbedingt in den Kategorien des "klassischen" Online-Marketings.
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Multi-Platform World - Interesting Numbers

If you are interested in current developments in the digital world, you might want to check out the new slide deck released by the Business Insider. We are not only experiencing a mobile shift, but in general a shift towards a multi-screen, multi-device world. As a digital business - or a business that relies on digital communication channels - you may need to prepare for a world where content and content delivery are completely seperated: an organizational and structural XML. You will have to ask yourself if this will be an app world rather than a browser world, and if you are (among other things: technologically) prepared to get your messages across in this new playing field: will you be able to reach your target groups on a variety of platforms and devices? Are you present in services that offer this ability? Where will your traffic come from in an "app world", walled gardens owned by operating systems, hardware and software ecosystems that may only give you a clearly defined "API-like" access under their rules?

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November 11, 2013

Sorry, Twitter!

Ich schreibe das ungerne, weil ich Twitter mag: Es ist für mich unheimlich praktisch, um öffentlich zu teilen, was ich gerade so lese oder plane zu lesen (meine eigene Timeline ist häufig für mich ein besseres  „Read it later“), und während eines Fußballspiels stille ich meinen ständigen Redebedarf lieber dort, als auf Facebook herumzunerven. Gerade beim Fußball erfahre ich dort auch tolle Zusatzinfos, die mir ein Kommentator so nicht bietet – Statistiken von Opta, den Link zum Replay bei Youtube, wo das Video 2 Std. später wegen fehlender Rechte weggelöscht sein wird, die Einschätzung zu laufenden Spielen von aktuellen und ehemaligen Fußballgrößen und die Meinung von Freunden, Bekannten sowie mir persönlich unbekannten Fußballkennern. Und wenn ich ein Problem mit einer Company habe, wende ich mich gern an Kundenservice-Twitter-Accounts, weil anders als im Callcenter die Kommunikation öffentlich ist und man mich nicht ganz so dreist mit absurden Aussagen abspeisen kann wie in der Privatheit des Zweier-Telefongesprächs. Ich folge Journalisten und anderen interessanten Menschen und kriege sogar deren Zwiegespräche als Zaungast mit. Als User habe ich also meine Anwendungen gefunden, in denen sich Twitter als wirklich nützlich erweist. Das Problem ist: Im Business gibt es nach meinem Dafürhalten nicht viel mehr sinnhafte Nutzungsarten als die eben beschriebenen. Weil ich passend zum Börsengang häufig Fragen beantworten muss, wie man zu 14 Mrd. Bewertung gelangt, ohne einen Dollar Gewinn ausgewiesen zu haben, sage ich es jetzt mal öffentlich: keine Ahnung. Denn hinter der Frage steckt oft der Gedanke: Wenn das so relevant und groß ist, sollten wir als Unternehmen dann nicht viel aktiver dort sein?
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