Technology is our friend: June 2013
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June 23, 2013

Merkel and the missing Adjektiv


Jeder, der sich viel im Netz herumtreibt, kennt diesen Ausschnitt:



Hohn und Spott sind ja Untertreibungen für das, was die Reaktion aus der (angeblich existenten) "Netzgemeinde" dominierte. Die Konter-Reaktion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Die Bild, die sich in Fach- und Verlagskreisen ja gern als oberster Internetversteher gibt (und das im Industrievergleich an einigen Stellen ja nicht einmal unbedingt zu Unrecht) und den chefmäßigsten Business-Hacker-Nerd Deutschlands in ihren Reihen weiß, spricht von einer "Koalition der Häme": "Rund ein Viertel der Deutschen ist nicht online, meist die Generation 60 plus. Für sie ist „Neuland“ nicht neu, sondern unerreichbar fern. Und die anderen 75 Prozent surfen und mailen meist nur, eine App nutzt bloß jeder Zehnte – einmal pro Woche. Das ist der nüchterne Neuland-Befund. Die ganzen Möglichkeiten von Web 2.0 nutzt eine Minderheit, die sich jetzt überheblich zum Twitter-Gewitter erhebt."


Falscher kann die Diagnose natürlich nicht sein, sonst würde ja eben jene Bild nicht Paywalls basteln, Web-Sportschau-Rechte kaufen, Smart TV Apps launchen, das iPad seinerzeit als Heilsbringer gepriesen haben, einen Medien-Campus und einen neuen, hypermodernen Newsroom bauen.
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June 15, 2013

Touch, Touch und Touch!

Seit nunmehr vielen Monaten, fast einem Jahr, nerve ich Kunden und Nicht-Kunden, Kollegen und Bekannte mit meinen Rufen nach mehr Aufmerksamkeit für das „mobile web“. Hier im Blog habe ich es versucht (Oktober 2012), in vielen, vielen Präsentationen und mit dem Posten von fast unzählig vielen Links, die – immer wieder aus den USA – teilweise überraschend deutliche Zahlen präsentieren. Und zwar für diese Entwicklung, die ich einmal in vier Stichpunkten darstellen will:

1. Es findet gerade eine massive Wanderung von Nutzungsminuten weg vom Browser-Web auf Laptop oder Desktop-PC hin zu Smartphones und Tablets. Beide Gerätekategorien werden gerne mit „mobile“ zusammengefasst.

2. Dieses bedeutet ausdrücklich NICHT, dass diese Nutzung mobil ist im Sinne eines Nutzers, der „unterwegs“ ist. Die Nutzung mag zu ein paar Prozent durch ein 3G oder 4G Netz stattfinden, sie mag zu ein paar Prozent mehr durch ein WLAN stattfinden, das nicht das eigene Heimnetz oder jenes des Arbeitgebers ist – aber hauptsächlich bedeutet diese Wanderung von Nutzungsminuten, dass wer nicht gerade power pointet oder excelt, zunehmend sein Smartphone oder Tablet für reines Surfen, also informieren, shoppen, social networken, Video schauen, Dating und Auktionen vorzieht.

3. Responsive Design und dazu eine App sind sicher eine Art halbe Miete, aber eben auch nur die halbe. Das allein ist noch keine „Mobile“-Strategie (wobei man diese in meinen Augen ohnehin anders nennen sollte). Es ist nicht nur Traffic, es sind nicht nur Nutzungsminuten, die sich verschieben – fundamentale Web- Mechanismen ändern sich dadurch mit.

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Mobile Web... Some Links

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