Technology is our friend: 2013
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December 31, 2013

2013 - This Year I Learned...

I'm trying to create a tradition and look back on every year with regards to its developments in digital - and, of course, this is nothing else than looking forward based on past experience. This is a very personal perspective - the learnings described here are directly connected to my personal life (a bit) and work (a lot) during the past year, which has been incredibly busy (which is also the main reason for the low number of posts in this blog - I am promising improvement on this one for 2014).  There was a lot to learn for me and this is why I love my job. So here are my Top 10 Learnings for 2013:

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December 16, 2013

Verkehr und Digitales

Bau geht vom Verkehrsministerium zu Umwelt und Naturschutz, Umwelt gibt dafür Energie an Wirtschaft ab, Verbraucherschutz geht von Agrar zu Justiz und Digitale Infrastruktur zu Verkehr. Entweder beim Zuschnitt der Ministerien wurde vorher gewürfelt, dieses mal gewürfelt oder wird jedes Mal gewürfelt. Der Eindruck drängt sich jedenfalls auf. Aber da gibt es jedes mal sicher noch einen Subtext, den ich zum Beispiel bei dem Wechsel von Verbraucherschutz ins Justizministerium nicht wirklich zu deuten verstehe. Bei "Verkehr und Digitales" habe ich hingegen konkretere Vermutungen: Entweder, die CSU oder Dobrindt himself wollten neben der Maut noch irgendwas haben, was Medienpotenzial hat - dann wäre der Koalition das Digitalthema offenbar nicht wichtig genug, um es vor solchen Spielereien zu schützen - oder die Digitalisierung wird mit Absicht marginalisiert, nämlich zu einer reinen Infrastrukturaufgabe gemacht.

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December 10, 2013

Sigmar und die Eisenpeitsche

Da wir uns immer schlechter selbst verarschen können (das Internet ist schuld), sollten Politiker das zunehmend für uns erledigen. Seit Generationen haben sie Übung damit. In der Tagesschau, im Morgenmagazin und im Zeitungsinterview kann man Unmengen Bullshit produzieren, ohne gleich brutalen Gegenwind zu spüren. Aber selbst da ist es eine Kunst, die beherrscht werden will. Ein wenig Subtilität hier, ein bisschen Scheinheiligkeit dort, wohl dosiert und smart geäußert. Das alles hat der Sigmar, der die Posten nicht verrät, bei seinem letzten Facebook Post vernachlässigt. Er versucht sich eine Initiative zu eigen zu machen, gegen deren ureigenen Geist er, seine Partei, die wahrscheinlich kommende Regierung steht.


Dafür gibts auf Facebook die Eisenpeitsche. und zwar mit Recht. Die hat er sich verdient.
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December 9, 2013

Teufelszeug E-Commerce

Zum Glück komme ich erst jetzt dazu, mich über Jauch von gestern auszulassen. Falls sich jemand mal eine Stunde Face-Palmen will: Hier ist der Mediathek-Link. Alleine der Titel sagt schon, dass man die Sendung meiden sollte, aber ich bin durch - inzwischen noch maximal einmal wöchentliches - zappen dort hineingeraten: "Weihnachten mit Amazon und Co - Wer leidet unter unserem Bestell-Wahn?"

Der Titel setzt die Existenz eines Wahns voraus. Laut Wikipedia ein Krankheitssymptom aus der Psychiatrie: "Der Wahn ist eine die Lebensführung behindernde Überzeugung, an welcher der Patient trotz der Unvereinbarkeit mit der objektiv nachprüfbaren Realität unbeirrt festhält." Wer sich E-Commerce auf diese Weise nähern will, kann es machen - aber dann ist es halt scheiße. Und so war es dann auch.

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November 27, 2013

Märkte sind Konversationen

So lautet die erste von 95 Thesen in (immer noch:) einem der besten Bücher zur Digitalisierung der Welt überhaupt, dem Cluetrain Manifest.
Das Buch erschien 1999, lange vor Facebook, Youtube, Twitter und allem, was wir Web 2.0 nannten und heute als "das Internet" bezeichnen. Die Vorstellung, das Intranet und Internet irgendwann verschmelzen, Firmen transparent werden und ihre Mitarbeiter in hoher Frequenz direkt mit Kunden kommunizieren, war nicht wirklich abwegig - aber erstens trieb sie den Managern den Angstschweiß auf die Stirn und zweitens waren damals Web-Plattformen weit davon entfernt, von 1,2 Milliarden monthly active usern zu sprechen, wie Facebook es heute tut - und davon fast 900 Millionen über mobile Devices waren damals, zugegeben, nichts anderes als eine grobe Vision irgendwo am Horizont. Es war ein leichtes, diese Vision als irrelevant vom Meetingtisch zu fegen.
Fast Forward zu heute: Der einzelne Kunde eines Wettbewerbers ist schon wichtig genug, um vom CEO persönlich eingeladen zu werden, zu wechseln. T-Mobile USA und AT&T haben sich in den USA einen schönen Twitter-Streit geliefert, im Dialog mit einem einzelnen Kunden, der (wie ich übrigens auch!) gerne eine internationale Roaming-Flatrate hätte. Schaut her:
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November 25, 2013

Kevin Spacey's Great Speech on TV future

Yes, this is old - but it only has 65000 views on YouTube yet, so I think it is worth sharing. And yes, there are 5 min highlight clips of it on YouTube. But if you are interested in the future of media, especially of TV, and if you have suffered through many boring conference talks, you might want to take the next 45 minutes to enjoy Kevin Spacey. Not only is the speech remarkable in its degree of insights and thoughtfulness, it is also highly entertaining and proves that this guy is what every conference speaker should be: a great storyteller.

- if for some bizarre reason your device does not show the embedded video, this is the link: http://youtu.be/oheDqofa5NM.
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November 19, 2013

Ein weiterer Social Networks Friedhof

Social Networks werden ja immer an der Anzahl ihrer User bewertet - solange sie keinen Börsengang (Twitter und Facebook) hinter sich oder Gewinn ausgewiesen haben (Facebook). Da dieses Netzwerkgeschäfte sind, also die "Masse der Nutzung" die eigentliche Qualität und den Wert ausmachen, man also keine wahre Customer Equity ("Masse der Nutzer"), sondern eine Usage Equity hat, geht es genau so schnell wieder runter, wie es hochging - wenn man aus irgendwelchen Gründen das Rennen verliert. Das war bei MySpace der Fall, und ist aktuell bei wer-kennt-wen und StudiVZ so: Die fälschlicherweise angenommene Customer Equity wird zum einzig verbliebenen Wert und dann nach allen Regeln der Kunst ausgeschlachtet - da keiner mehr auf die Seiten geht, beschränkt sich diese Kunst dann auf Emails ... und wenn es nur noch um den allerletzten Dollar geht, ist es auch egal, was man da in den Emails bewirbt. Ich jedenfalls frage mich, was diese Dame studiert. Und wo. Nur mit einem C-Date Account werde ich es herausfinden....

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November 14, 2013

Why identity management will be one key to success in digital

I have always been a big advocate of websites that find reasons for me to register and use them in a logged-in status. If amazon can achieve that - even by using a long term auto-login and at many times simply assuming that it's me - than virtually anyone can do that, too. When I am not logged in, amazon does everything possible to make me identify myself, and when I am logged in, they try to tell me everywhere that my experience is much better now.
This makes sense in so many ways: By identifying the individual user, a visit or a click is not only a click anymore, but becomes part of my very personal user behaviour profile which can be turned into service for me and profit for amazon. In a multi-screen world, with the mobile shift at its start (I wrote about this more than a year ago) and so much more to come, this even makes a lot more sense. ID-management will not only be a "nice to have feature" or "relevant only to those who seriously do CRM" (what I often hear when I pitch this stuff to clients), but it will be a crucial element in your ability to even deliver a somewhat satisfying digital experience in future.

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Nachtrag zu Twitter


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Im Beitrag "Sorry Twitter", etwas weiter unten, habe ich beschrieben, warum ich Schwierigkeiten habe, einen Marketingnutzen in Twitter zu sehen - wenn ich Firmen berate, und sie mich fragen, was sie und wie sie es auf Twitter tun sollen, verlasse ich den Bereich Marketing recht schnell - Traffic schieben, Sales schubsen, Massen erreichen ist da halt nicht so leicht wie bei anderen Maßnahmen. Nach ein paar lustigen Mails als Reaktion habe ich festgestellt, dass ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt habe:

Zum einen sehe ich a) viele andere sinnvolle Anwendungsszenarien (je nach Company) und b) weiss ich gar nicht, ob Twitter eine Marketingmaschine werden soll oder muss wie Facebook eine ist. Die einen sagen, die Realtime/TV Komponente wird ein Werbungs-Treiber (aber so, wie Facebook das derzeit attackiert, bin ich mir da nicht sicher), andere sagen, dass Twitter auch hervorragend als Datenbroker dienen könnte - Echtzeit-Daten mit einer ernstzunehmenden Grundgesamtheit, Genauigkeit und Glaubwürdigkeit. Mein Business ist allerdings weniger das, mir über Twitters Zukunft und Product Roadmap den Kopf zu zerbrechen, als darüber, wie man als Unternehmen Twitter für seine Zwecke nutzen kann. Ich bin mir ganz sicher, da kommen noch viele spannende Dinge. Nur halt nicht unbedingt in den Kategorien des "klassischen" Online-Marketings.
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Multi-Platform World - Interesting Numbers

If you are interested in current developments in the digital world, you might want to check out the new slide deck released by the Business Insider. We are not only experiencing a mobile shift, but in general a shift towards a multi-screen, multi-device world. As a digital business - or a business that relies on digital communication channels - you may need to prepare for a world where content and content delivery are completely seperated: an organizational and structural XML. You will have to ask yourself if this will be an app world rather than a browser world, and if you are (among other things: technologically) prepared to get your messages across in this new playing field: will you be able to reach your target groups on a variety of platforms and devices? Are you present in services that offer this ability? Where will your traffic come from in an "app world", walled gardens owned by operating systems, hardware and software ecosystems that may only give you a clearly defined "API-like" access under their rules?

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November 11, 2013

Sorry, Twitter!

Ich schreibe das ungerne, weil ich Twitter mag: Es ist für mich unheimlich praktisch, um öffentlich zu teilen, was ich gerade so lese oder plane zu lesen (meine eigene Timeline ist häufig für mich ein besseres  „Read it later“), und während eines Fußballspiels stille ich meinen ständigen Redebedarf lieber dort, als auf Facebook herumzunerven. Gerade beim Fußball erfahre ich dort auch tolle Zusatzinfos, die mir ein Kommentator so nicht bietet – Statistiken von Opta, den Link zum Replay bei Youtube, wo das Video 2 Std. später wegen fehlender Rechte weggelöscht sein wird, die Einschätzung zu laufenden Spielen von aktuellen und ehemaligen Fußballgrößen und die Meinung von Freunden, Bekannten sowie mir persönlich unbekannten Fußballkennern. Und wenn ich ein Problem mit einer Company habe, wende ich mich gern an Kundenservice-Twitter-Accounts, weil anders als im Callcenter die Kommunikation öffentlich ist und man mich nicht ganz so dreist mit absurden Aussagen abspeisen kann wie in der Privatheit des Zweier-Telefongesprächs. Ich folge Journalisten und anderen interessanten Menschen und kriege sogar deren Zwiegespräche als Zaungast mit. Als User habe ich also meine Anwendungen gefunden, in denen sich Twitter als wirklich nützlich erweist. Das Problem ist: Im Business gibt es nach meinem Dafürhalten nicht viel mehr sinnhafte Nutzungsarten als die eben beschriebenen. Weil ich passend zum Börsengang häufig Fragen beantworten muss, wie man zu 14 Mrd. Bewertung gelangt, ohne einen Dollar Gewinn ausgewiesen zu haben, sage ich es jetzt mal öffentlich: keine Ahnung. Denn hinter der Frage steckt oft der Gedanke: Wenn das so relevant und groß ist, sollten wir als Unternehmen dann nicht viel aktiver dort sein?
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October 16, 2013

Ein letzter Kommentar zum Musikbusiness

... wo doch auch David Byrne sich letztens im Guardian, nicht ganz im Regener-Style, so aber doch sehr kulturpessimistisch darüber ausließ, das man als Künstler bei sportify kein Geld verdienen könnte (eine der vielen Repliken erschien dann auch ebenda). Damit hat er sicher recht - nur ist die Frage, die er beantwortet, falsch. Wenn spotify die Rolle zukäme, Musiker zu finanzieren und für ihren Lebensunterhalt zu sorgen - ja, das wäre tragisch. Aber so ist es nicht. Gestern war ich auf einem Konzert. Es wurde benannt als Teil einer "Album Release Tour". Wir alten Menschen, die noch Vinyl und dann CDs gekauft haben, denken dabei, das Konzert wäre dazu da, das Album zu promoten. So war es ja auch früher, und das war verständlich - Alben lassen sich leichter skalieren als Konzerte. Jetzt ist es natürlich genau andersrum.
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September 16, 2013

Facebook Zahlen für Deutschland belegen den dramatischen mobile Shift auch hierzulande

Ich gebe zu: Ich wiederhole mich. Als sich vor einem Jahr deutlich abzeichnete, dass ein "mobile shift" im Gange ist, hörte man an vielen Stellen das Lied, das ganz häufig bei Technologie-Adaption in Hardware und Diensten gesungen wird: "Das machen nur die Kids" als Refrain, und als Strophen Variationen von "Das ist ganz schlecht kapitalisiert" und "Mal abwarten, ob das ein nachhaltiger Trend ist". Der Song ist ein Evergreen und nicht immer ganz unberechtigt - Heerscharen von hysterischen Web-Menschen rufen bei fast allem, was ein bisschen schneller wächst als der Markt, die nächste Revolution und Version 3.0 oder 4.0 aus, und es geht schon lange nicht mehr darum, einen Trend nicht zu verpassen, sondern diejenigen zu erkennen, die strukturelle, bleibende Veränderungen bewirken. Der "mobile Shift" ist so einer und wenn es noch eines letzten Beweises bedurfte, dann hat Facebook diesen für Deutschland gerade erbracht.

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September 15, 2013

Very funny - wenn es nicht so traurig wäre

Wer nichts zu verbergen hat... schreibt nach Autocorrect den zugegebenermaßen sehr coolen Text "Don't drone me bro". Das ist lustig. Traurig ist: Wir alle zucken zusammen, wenn wir in Emails oder SMS oder sonstwo Wörter benutzen, die ... komisch klingen könnten. Quasi weltweit. Ich glaube, ich mache "Don't drone me bro" am besten zur Signatur.


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September 9, 2013

Ich bin so wütend, ich habe was gebloggt

„Technology is our friend“ steht ja für eine konsequent optimistische Haltung zu den Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung, sowohl wirtschaftlich als auch gesellschaftlich. Das impliziert natürlich, dass wir uns bemühen, neue Technologien zu verstehen und sie in unserem Sinne einzusetzen. Wir müssen das gestalten, aktiv. Beruflich helfe ich Unternehmen dabei und das ist normalerweise der Fokus des Zeugs, das ich hier schreibe. So habe ich mich bisher – nicht privat und nicht in sozialen Netzwerken, aber im Wesentlichen hier – zum NSA-Ding zurückgehalten. Es haben auch viel smartere Leute viel schlaueres Zeug dazu geschrieben, aber ein paar Sachen, genauer gesagt fünf, will ich wenigstens mal öffentlich gesagt haben.

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September 4, 2013

Why aren't more brands doing this?

I really like the Android/Kitkat cooperation. A real experiment in branding, and also a nice extension for Kitkat with a package integration of Android and a sweepstake for 1.000 Nexus and 25.000 Google-Play-Coupons for 5 Euros. Kitkat even redesigned their whole website for that purpose, playing along with those nice candy/OS/mobile phone word plays. All this in an alleged no-money-deal is exciting enough.

But one other thing while watching the beautifully made Youtube-Video they produced caught my attention:
The commercial ends with search terms. Why aren't more brands doing this? Do they really still think that people will type "www.brandname-promotionpage.com/product" in their browser, especially on a smartphone or tablet?

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August 13, 2013

Und alle so...


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Journalisten sind weiterhin gefragt

... zumindest in den USA und das ist, wenn ein Geschäft digital ist oder wird, sehr häufig ein guter Indikator auch für uns. Ich habe an vielen Stellen geschrieben, dass ich der festen Überzeugung bin, dass Verlags-Hochhäuser mit Marmor-Eingang und Ritz-Carlton-Übernachtungen für Chefredakteure bald der Vergangenheit angehören werden - ich glaube an Werbefinanzierung von Nachrichten und damit an Redaktionen, die aus kleinen Kerneinheiten bestehen, und riesigen Netzwerken von freien Mitarbeitern, die von diesen Einheiten gemanaged werden. Hier ist ein Chart, das als ein Indiz in diese Richtung gesehen werden kann: Es sind weniger Menschen in der Branche fest angestellt, aber die Nachfrage nach Journalisten ist stark gestiegen.

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August 9, 2013

Warum ich ein Fan vom Bezos/Post Deal bin

In dieser Woche ist etwas passiert, das ein Potenzial zum Meilenstein der Medienhistorie aufweist: Jeff Bezos kaufte die Washington Post. Dass zuvor branchenfremde Einzelunternehmer und Investmentgesellschaften (teilweise aus der Portokasse) Zeitungen kaufen, ist zwar kein neues Phänomen, aber viel ikonischer als in diesem Fall kann es gar nicht sein: Internet- und Unternehmerlegende hier, Zeitungslegende und prägendes Blatt im politischen Amerika dort.
http://www.washingtonpost.com/blogs/comic-riffs/post/besos-for-bezos-the-nations-cartoonists-take-on-the-washington-post-sale/2013/08/08/0b65ae00-0033-11e3-9711-3708310f6f4d_blog.html

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June 23, 2013

Merkel and the missing Adjektiv


Jeder, der sich viel im Netz herumtreibt, kennt diesen Ausschnitt:



Hohn und Spott sind ja Untertreibungen für das, was die Reaktion aus der (angeblich existenten) "Netzgemeinde" dominierte. Die Konter-Reaktion ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Die Bild, die sich in Fach- und Verlagskreisen ja gern als oberster Internetversteher gibt (und das im Industrievergleich an einigen Stellen ja nicht einmal unbedingt zu Unrecht) und den chefmäßigsten Business-Hacker-Nerd Deutschlands in ihren Reihen weiß, spricht von einer "Koalition der Häme": "Rund ein Viertel der Deutschen ist nicht online, meist die Generation 60 plus. Für sie ist „Neuland“ nicht neu, sondern unerreichbar fern. Und die anderen 75 Prozent surfen und mailen meist nur, eine App nutzt bloß jeder Zehnte – einmal pro Woche. Das ist der nüchterne Neuland-Befund. Die ganzen Möglichkeiten von Web 2.0 nutzt eine Minderheit, die sich jetzt überheblich zum Twitter-Gewitter erhebt."


Falscher kann die Diagnose natürlich nicht sein, sonst würde ja eben jene Bild nicht Paywalls basteln, Web-Sportschau-Rechte kaufen, Smart TV Apps launchen, das iPad seinerzeit als Heilsbringer gepriesen haben, einen Medien-Campus und einen neuen, hypermodernen Newsroom bauen.
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June 15, 2013

Touch, Touch und Touch!

Seit nunmehr vielen Monaten, fast einem Jahr, nerve ich Kunden und Nicht-Kunden, Kollegen und Bekannte mit meinen Rufen nach mehr Aufmerksamkeit für das „mobile web“. Hier im Blog habe ich es versucht (Oktober 2012), in vielen, vielen Präsentationen und mit dem Posten von fast unzählig vielen Links, die – immer wieder aus den USA – teilweise überraschend deutliche Zahlen präsentieren. Und zwar für diese Entwicklung, die ich einmal in vier Stichpunkten darstellen will:

1. Es findet gerade eine massive Wanderung von Nutzungsminuten weg vom Browser-Web auf Laptop oder Desktop-PC hin zu Smartphones und Tablets. Beide Gerätekategorien werden gerne mit „mobile“ zusammengefasst.

2. Dieses bedeutet ausdrücklich NICHT, dass diese Nutzung mobil ist im Sinne eines Nutzers, der „unterwegs“ ist. Die Nutzung mag zu ein paar Prozent durch ein 3G oder 4G Netz stattfinden, sie mag zu ein paar Prozent mehr durch ein WLAN stattfinden, das nicht das eigene Heimnetz oder jenes des Arbeitgebers ist – aber hauptsächlich bedeutet diese Wanderung von Nutzungsminuten, dass wer nicht gerade power pointet oder excelt, zunehmend sein Smartphone oder Tablet für reines Surfen, also informieren, shoppen, social networken, Video schauen, Dating und Auktionen vorzieht.

3. Responsive Design und dazu eine App sind sicher eine Art halbe Miete, aber eben auch nur die halbe. Das allein ist noch keine „Mobile“-Strategie (wobei man diese in meinen Augen ohnehin anders nennen sollte). Es ist nicht nur Traffic, es sind nicht nur Nutzungsminuten, die sich verschieben – fundamentale Web- Mechanismen ändern sich dadurch mit.

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Mobile Web... Some Links

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April 17, 2013

Tough Quotes about TV and Digital Natives

You will find a million new quotes everyday how TV is dead and how advertising will kill it once they get to realize it. But if you find quotes from a guy who will very soon reach a billion (1.000.000.000) views with a news channel (!!) on YouTube, it might be advisable to listen.



The guy's name is Cenk Uygur, and I found these two quotes in a short article on paidcontent.org:

“They grew up on YouTube. That is their TV.”


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April 4, 2013

Finale Lager-Räumung

Wenn man von einer Ware eine bestimmte Anzahl vorbestellen muss, im Risiko, sie vielleicht nicht verkauft zu bekommen, Regale kauft oder mietet, wo man diese Ware dann unterbringt, und sie dann auch noch gegen Geld von A nach B schaffen muss.... könnte man, wenn die Zeit reif ist, damit aufhören und die Ware digital vertreiben - ohne Auflagen-Risiko, Lagerung, Transport. Für die letzten Exemplare könnte man sogar noch Kunden entlohnen, die einem das Lager leer machen. In den USA ist es, was Musik betrifft, jetzt so weit. Und stellen wirklich Menschen in Frage, dass es bei Filmen und Büchern auch so kommen wird?


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April 2, 2013

Transparenz und so

Via Open Petition. Schaden wird es nicht, wenn die Öffentlichkeit hier besser informiert wird.

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March 27, 2013

Manchmal freut man sich...

... wenn man merkt, dass die teuflisch geniale Quer-, Hoch- und Runter-Analyse noch immer nicht so weit ist. Nicht, weil ich nicht gern relevante News haben würde, gerne auch zu Fußball, weil's mich interessiert - sondern weil der Ansatz "du musst nichts tun, wir sagen dir auch nichts darüber, das machen alles unsere Maschinen für Dich", schon im grundsätzlichsten Basisgedanken falsch ist.


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March 24, 2013

Für "Programmieren" als Schulfach!


Freitag war es wieder so weit: Es wurde ein weiteres Gesetz verabschiedet, das mit der Realität einer digitalisierten Gesellschaft nichts zu tun haben will, obwohl relativ unumstritten ist, dass dieses Gesetz verfassungswidrig sein dürfte.
Ich selbst werde müde, mich darüber aufzuregen; zum Glück gibt es aktivere Leute, denen die Energie nicht so schnell ausgeht. Aber es stellt sich nicht nur die Frage, wie man ganz konkret gegen aktuelle, in meinem Empfinden immer hanebüchenere Gesetzesvorhaben und Abkommen vorgehen kann, sondern auch, was dieses für eine Gesellschaft als Ganzes bedeutet. Eine Gesellschaft in Europa, wo es ja schon auch mal vorkommen kann, dass an einem Freitag Abend Menschen in Brüssel beschließen, dass x% deines Geldes weg sind, obwohl sie Dir zuvor das Gegenteil garantiert haben, und wo dann bis zum darauffolgenden Donnerstag (!) die Geldautomaten nicht mehr funktionieren und die Banken geschlossen sind. Vor 4 Wochen hätte ich das noch für absurd gehalten. Heute nicht mehr. 
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March 14, 2013

Digitalisierung: Faktor Mensch

Vor 10, 12 Jahren – ich weiß es nicht mehr genau – wurde ich ganz zufällig und privat zu einem Dinner eingeladen, das fast ausschließlich mit Gästen aus der Musikindustrie bestückt war. Alle arbeiteten bei Major Labels, und das in ansehnlichen Positionen. Zu dieser Zeit war ich noch in der strategischen Beratung der I-D Media AG. Das Platzen der ersten New Economy Blase hatte uns schwer getroffen, und es schien, als würden unsere Kunden, meist Konzerne und Großunternehmen, das jeweilige Riesenprojekt „Digitalisierung unseres Geschäftes“ zunächst auf Eis legen. So, wie wir die „alten Manager“ mit unserer Internet-Begeisterung überfallen hatten, wurden wir Digitalos in jener Zeit mit den Eselsmützen in die Ecken der Meetingräume verbannt, als Träumer und Panikmacher gleichermaßen, und manch einer hatte gehofft, das mit der Digitalisierung sei nur ein Trend gewesen und wäre nun wieder vorbei. Nur in der Musikindustrie ging es unverdrossen weiter – weil da ja nicht die Unternehmen, sondern vornehmlich die Nutzer und Kunden den Wandel trieben.
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March 4, 2013

Professional football players on Twitter

Far away from complete, but i will keep collecting and updating the lists.
At least i plan to: Lists of Twitter accounts of professional football players.

Update - March 2014 - ok, i haven't been able to keep the lists up to date. some players may have moved from Serie A to Premier League, others from Bundesliga to Primera Division and others may have just joined Twitter in the meantime. Sorry, just take the lists as a "basic overview".

Bundesliga Players
Primera Division
Serie A
Premier League
Other leagues, former players, football celebrities etc.

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February 20, 2013

Two more wonderful videos

I love the future .-) After finding and posting this video today, I stumbled upon two more that are simply worth sharing: The amazing idea of 3D printing with a pen (first) and the ultimate "always on"-demo with Google glass - I don't use an adblocker in the web, but i would take one in real life .-)

Take my money, 3Doodler


Always on:
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Why, Schmidtlepp?

Nicht twittern wollen ist ja kein Problem. Zu merken, dass Twitter nicht unbedingt der Trafficlieferant schlechthin ist, hätte auch 2010 oder 2011 schon gut funktionieren können, ist aber auch 2013 noch eine legitime Erkenntnis. Aber warum macht Christopher Lauer eine Nummer daraus und kündigt seinen Twitter-Abgang via FAZ-Gastbeitrag an? Ich hatte ihn für schlauer gehalten. Seine Argumentation, dass Kosten und Nutzen nicht übereinstimmten, wobei Nutzen im wesentlichen als Reichweite für seine eigenen Inhalte verstanden wird (und nicht etwa als Austausch, Dialog, Inspiration, Feedback), ist dann besonders seltsam, wenn er dem so definierten Nutzen die Vorzüge eines Gastbeitrags in der FAZ gegenüberstellt und ermittelt, dass er damit viel mehr Leute erreichen würde. "Meinen Gast-Artikel darüber, dass Twitter nichts kann, lesen in jedem Fall mehr Leute als einen Link in einem Tweet". Ja, und? Oder anders: Warum will ich meinen Senf dazu abgeben?

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Robots that fly & cooperate

See the full talk. If you don't have the time, check the part from min 15:10 and then see if you find the time for the full talk.


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January 30, 2013

Digitize all the things!

Gerade ein Buch aus einem Antiquariat gefischt. Derzeit gibt es das bei Amazon genau ein Mal, für 15+3 Euro. Vor zwei Wochen habe ich online nur eines für 40 Euro gefunden. Es ist auch egal, wie viel Geld de facto für die gebrauchte Auflage verlangt wird: Nur, weil der Content an Material, Papier gebunden ist, wird er interessierten Menschen, selbst jenen, die bezahlen wollen, nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich gemacht.
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